Heilfasten / Fasting cure

Wenn das Frühjahr naht und draußen alles wächst und grün wird, habe ich das Gefühl, ich müsste mir etwas Gutes tun und mich “von innen reinigen”. Vor einigen Jahren bin ich durch eine Freundin auf die Idee gekommen, Heilfasten auszuprobieren. Ich habe mir das Buch “Fasten für Genießer” (dieses ist leider vergriffen, es gibt aber ein neues Buch mit diesem Titel) gekauft, in dem sehr gut beschrieben wird, worauf man achten muss.

Beim ersten Mal war ich sehr aufgeregt, ob es funktionieren würde. Inzwischen habe ich ein- bis zweimal im Jahr Heilfasten durchgeführt, und es tut mir immer wieder sehr gut.

Für mein Heilfasten plane ich eine Woche ein: 5 Fastentage und 2 Aufbautage. Ich entscheide aus dem Gefühl heraus, wann es für mich soweit ist, dass ich die Kraft dazu habe. Leider kann ich mir nicht dafür frei nehmen, sondern muss versuchen, die Fastenwoche in meinen normalen Alltag einzubinden. Im Zweifel bitte vor dem Fasten einen Arzt befragen, ob man gesundheitlich in der Lage dazu ist.

Der erste Fastentag beginnt mit einem großen Glas Wasser mit Zitrone und Glaubersalz aus der Apotheke nach Anleitung für die Darmentleerung (hört sich nicht toll an, ist aber wichtig). An allen weiteren Tagen trinke ich morgens zuerst warmes Wasser und esse danach einen Löffel Honig. Den sonst so geliebten Kaffee versuche ich weitestgehend wegzulassen. Statt dessen gibt es über den Tag verteilt Basen- und Fastentees oder auch Tee mit frischem Ingwer und Zitrone. Mittags trinke ich einen Smoothie oder Obst- bzw. Gemüsesäfte von guter Qualität und ohne Zuckerzusatz. Als Abendessen koche ich mir, möglichst aus Bio-Gemüse, eine Suppe, nur mit ein klein wenig Olivenöl zum kurzen Andünsten des Gemüses, bevor man Wasser dazugibt. Es können diverse Gemüse sein und man kann auch die Gewürze variieren (möglichst keine Kartoffeln und auch kein extra Fett zugeben).

Wenn es sich zeitlich einrichten lässt neben Arbeit und Familien-Management, versuche ich, Spaziergänge oder Joggen und auch Fitness und Yoga einzubauen. Trotz des wenigen Essens lässt sich das gut machen und man fühlt sich hinterher frisch. Was ich leider kaum schaffe, sind Leberwickel oder Hinlegen und Ausruhen tagsüber. Dafür schlafe ich abends schon früh ein und wunderbar die ganze Nacht durch.

Natürlich gibt es schwierige Zeiten in der Fastenwoche. Kopfschmerzen, abendliches Frieren und Hunger, wenn ich den Kindern etwas Leckeres zu Essen mache, was ich eigentlich am liebsten selbst essen möchte. Aber das Ziel vor Augen und das Wissen, wie toll es sich nach der Fastenzeit anfühlt, heißt es: Durchhalten. Und jede Krise hat ein Ende.

Die letzten beiden Tage der Woche sind die Aufbautage. Man darf zuerst einen Apfel essen, dann allerdings auch leichtes “richtiges” Essen. Ich richte mich an diesen beiden Tagen wieder nach dem, was meine Familie mag, z.B. Reis mit gedünstetem Gemüse oder andere leichte Gerichte.

Im Ergebnis der Fastenwoche habe ich etwas Gewicht verloren und bekomme einen Energieschub, fühle mich frisch und fit. Wie der Frühling!

When spring is around the corner and flowers are growing, I get the feeling that I need to do something good for myself and clean my inside. A few years ago, a friend of mine gave me the idea of a fasting cure. Then I bought the book “Fasten für Genießer” (Fasting for Gourmets, it cannot be bought anymore, there is a new one with this title), which describes very well how you should do a fasting cure. The first time I was very nervous if I would manage. In the meantime, I am doing a fasting cure once or twice a year and I feel well every time.

For my fasting cure I need one week: 5 fasting days and 2 days to get slowly back to normal food. I decide according to my instinct when it is the right time to fast. Unfortunately, I cannot take vacation during this period. So I need to integrate the fasting cure into my normal daily routines. If you are in doubt if fasting is right for you, please ask your doctor.

The first fasting day starts with a big glass of water with lemon and Glauber salt fom the pharmacy according to the instructions for defecation (does not sound great, but is important). On all other fasting days, I drink a glass of warm water first in the morning and eat a spoon of honey. I try to avoid drinking the usually loved coffee. Instead, one can drink a lot of fasting or base tea or can prepare tea with fresh ginger and lemon. For lunch, I usually have a smoothie or fruit or vegetable juice of good quality and without added sugar. For dinner, I cook a soup out of organic vegetables with only a little bit of olive oil to braise lightly before adding water. You can try different vegetables and also vary the spices (preferably no potatoes and no extra fat).

If I can manage besides job and family, I try to walk or run or do fitness or yoga. Despite only eating little, it is possible and also very useful to move, and you feel much better afterwards. What I do not get done are compresses for the liver or relaxing during the day. But in the evening. I feel very tired early and sleep well all night.

Of course, there are difficult times during the fasting week. Headaches, feeling cold and hungry when preparing food for the kids which I would also like to eat. But with the goal in mind and knowing how great you will feel after the fasting cure, it is important to keep up. Every crisis will be over some time.

The last two days of the week you should start eating carefully. First, you may eat an apple and then other lite food. I then follow what my family also likes to eat, such as rice with vegetables or other dishes without a lot of fat and no sugar.

As a result of the fasting week I lose some weight and get an energy boost, feel fresh and fit. Like spring!

Bluse / Blouse: H&M

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